Dämonicon: Fürst der Schatten

Fürst der Schatten

Titel: Dämonicon 1: Fürst der Schatten
Autor: Darren Shan
Seiten: 304
Verlag: Knaur
Erschienen: März 2007
Einband: Taschenbuch
Preis: 7,99€

Kurzbeschreibung:

Grubbs Grady ist ein ganz normaler Teenager – bis er eines Tages entdecken muss, dass auf seiner Familie ein uralter Fluch lastet. Diesen kann nur abwenden, wer sich dem unerbittlichen Dämonenfürsten Lord Loss in einem Turnier auf Leben und Tod entgegenstellt. Grubbs nimmt die Herausforderung an – denn er ahnt nicht, was ihm bevorsteht…

Meine Meinung:

Vor laaanger Zeit habe ich bereits die “Darren Shan Saga” gelesen und mochte diese damals auch wirklich gerne. Danach habe ich den Autor etwas aus den Augen verloren… bis ich dieses Buch als Mängelexemplar entdeckt habe. Darren Shan? Da war doch was? Also ab in den Einkaufswagen damit!

Das Cover mag ich zwar nicht so besonders, aber davon habe ich mich diesmal nicht abschrecken lassen. Zum Glück!

Der Schreibstil ist recht einfach, so dass sich das Buch sehr schnell weglesen lässt. Außerdem ist das Buch in der Gegenwart geschrieben, man erlebt also Grubbs Abenteuer live mit. Das fand ich irgendwie interessant.

Am Anfang der Geschichte wird es auch gleich ziemlich eklig, was nichts für Zartbesaitete ist, da die Szenen wirklich sehr bildlich beschrieben werden. Im Laufe der Geschichte wird es aber “nur noch” spannend und zwar von Kapitel zu Kapitel mehr.

Neben dem Protagonisten Grubbs Grady, den ich sehr sympathisch fand und dessen Verhalten ich gut nachvollziehen konnte, mochte ich vor allem den Nachbarsjungen Billy. Er hatte einfach einige unheimlich lustige Momente, mit ihm kombiniert der Autor Horror/Mystery mit Humor. Das hat mir besonders gut gefallen. Und auch Onkel Derwisch war wirklich ein interessanter Charakter.

Ein wirklich spannender Auftakt, der Lust auf die weiteren Bücher der Reihe macht.

Der Rithmatist von Brandon Sanderson

der rithmatist

Titel: Der Rithmatist
Autor: Brandon Sanderson
Seiten: 432
Verlag: Heyne fliegt
Erschienen im Juli 2015
Preis: 14,99€

Klappentext:
Wie wird man Magier, wenn man nicht zaubern kann? Mit diesem Problem kämpft Joel tagtäglich, denn nichts wünscht er sich sehnlicher, als ein Rithmatist, ein berühmter Kreidemagier, zu werden. Doch so sehr er sich auch bemüht, seine Kreidefiguren bleiben leblos – bis zu dem Tag, an dem plötzlich das Schicksal aller Rithmatisten auf Joels Schultern ruht. Einem Tag, an dem eine lange verborgene Gabe in ihm erwacht …

Meine Meinung:
Nachdem ich von Brandon Sandersons ” Steelheart” so begeistert war, musste ich ” Der Rithmatist” natürlich auch lesen. Und auch hier konnte Sanderson mich wieder absolut in seinen Bann ziehen. Angefangen mit der Aufmachung: Wow, was für ein tolles Cover! Ebenso großartig ist auch das innere des Buches, immer wieder wird der Text durch kleine Illustrationen aufgelockert und vor jedem Kapitel wird einem die Rithmatik etwas näher gebracht, was ich sehr interessant fand.

Brandon Sandersons Schreibstil finde ich wahnsinnig gut. Er schafft es, mich sofort zu Beginn des Buches zu fesseln. Er benutzt sehr bildgewaltige Umschreibungen, dennoch ist das Buch so einfach geschrieben, dass man es schnell und flüssig weglesen kann.

Die wirklich originelle Idee der Geschichte gefiel mir unglaublich gut und etwas Vergleichbares habe ich bisher nicht gelesen. Das Buch war durchgehend spannend und enthielt einige unerwartete Wendungen. Die Welt, in der die Geschichte spielt, war absolut durchdacht und interessant. Die im Buchdeckel abgedruckte Karte war dabei ziemlich hilfreich.

Der Protagonist Joel war mir sehr sympathisch. Er ist klug, mutig und mit seiner Begeisterung für die Rithmatik konnte er mich regelrecht anstecken. Besonders gern mochte ich auch Melody sowie Professor Fitch.

“Der Rithmatist” ist definitiv ein Fantasy-Roman, der aus der Masse heraussticht.

Die Zahlen der Toten von Linda Castillo

Titel: Die Zahlen der Toten
Autor: Linda Castillo
Seiten: 432
Verlag: Fischer
Erschienen im August 2010
Preis: 8,95€ (Taschenbuch)

Klappentext:
Die verstümmelte Leiche der jungen Frau liegt auf einem schneebedeckten Feld. Ihr Mörder hat sie regelrecht abgeschlachtet und ihr eine römische Zahl in den Bauch geritzt. Fassungslos steht Kate Burkholder, die neue Polizeichefin im verschlafenen Painters Mill, Ohio, vor der grausig anmutenden Szenerie. Kann es wahr sein? Ist der, den sie damals den „Schlächter“ nannten, und der vor 16 Jahren mehrere junge Frauen auf bestialische Weise tötete, wieder zurück?
Für Kate steht jetzt alles auf dem Spiel: Sie muss den Mörder so schnell wie möglich finden. Doch dann muss sie auch ein Geheimnis preisgeben, das sie ihre Familie und ihren Job kosten könnte.

Meine Meinung:
In “Die Zahlen der Toten” wirft Linda Castillo einen als Leser direkt ins Geschehen, in dem man detailliert geschildert bekommt, wie eine junge Frau brutal gefoltert wird… und zwar aus der Sicht des Opfers. Generell werden die grausamen Morde in diesem Buch sehr ausführlich beschrieben. Es ist also nichts für schwache Nerven.

Linda Castillo konnte mich mit ihrem spannenden und fesselnden Schreibstil von der ersten Seite an begeistern und auch die Geschichte war zu keiner Zeit langweilig, auch wenn die Idee an sich nicht innovativ ist. Sehr interessant und faszinierend fand ich auch den Einblick in die Welt der Amish, den man hier erhält, da die Protagonistin Kate Burkholder eine Amish ist.

Kate war mir auch direkt sehr sympathisch . Ich konnte ihr Denken und Handeln gut nachvollziehen und mit ihr mitfühlen. Insgesamt sind alle Charaktere sehr gut beschrieben.

Das Ende war überraschend, aber war dennoch durchaus schlüssig. Linda Castillo konnte mich bis zum Schluss im Bezug auf den “Schlächter” im Dunkeln tappen lassen.

Mit diesem Buch hat die Autorin einen wirklich fesselnden Auftakt einer Reihe um Kate Burkholder geschaffen, den ich verschlungen habe und uneingeschränkt empfehlen kann.

Steelheart von Brandon Sanderson

steelheart

Titel: Steelheart
Autor: Brandon Sanderson
Seiten: 444
Verlag: Heyne fliegt
Erscheinungsjahr: 2014
Preis: 17,99€

Kurzbeschreibung:

Selbst der stärkste Gegner ist verwundbar – du musst nur wissen, wo

Als David sechs ist, zerstört eine gewaltige Explosion die Welt, die er kannte. Einige der Überlebenden erlangen Superkräfte, die sie dazu nutzen, sich die übrigen untertan zu machen. Als David acht ist, muss er miterleben, wie einer dieser Superhelden, ein gewisser Steelheart, seinen Vater ermordet. Von da an kennt David nur ein Ziel: herauszufinden, warum sein Vater sterben musste. Und ihn zu rächen. Er schließt sich einer Untergrundbewegung an, die die Herrschaft der scheinbar unbesiegbaren Superhelden bekämpft. David ahnt, dass sogar der mächtige Steelheart eine Schwachstelle hat. Er muss sie nur entdecken. Doch das bunt zusammengewürfelte Grüppchen der Widerstandskämpfer muss sich erst zusammenraufen. Und nicht jeder billigt Davids Plan, Jagd auf Steelheart zu machen …

Meine Meinung:

Ich habe schon so viel Gutes über die Bücher von Brandon Sanderson gehört und wollte mich nun auch endlich mal an eines seiner Werke wagen. Für mich als Comic- und Superhelden-Fan lag Steelheart da natürlich nahe.

Schon das Cover lässt eine düstere, actionreiche Geschichte erahnen und diese Erwartung erfüllt Brandon Sanderson mit diesem Buch auch absolut. Die Geschichte gewinnt sehr schnell an Tempo und wird so zu einem richtigen Pageturner, der spannend und voller Gewalt ist, aber auch lustige Passagen hat. Außerdem gab es die ein oder andere Wendung, die ich wirklich nicht vorhersehen konnte. Wirklich toll!

Die Geschichte wird aus Sicht von David erzählt, der anfangs etwas naiv auf mich wirkte, bezüglich seines Wunsches nach Rache am Mord seines Vaters, aber im Laufe des Buches entwickelt er sich enorm weiter und wird selbst ein kleiner Held. Ihm sind auch die meisten Lacher zuzuschreiben… seine Metaphern und Vergleiche sind manchmal echt der Knaller!

Auch die anderen Mitglieder der Rächer lernt man sehr gut kennen und schließt sie schnell ins Herz. Die Epics hat Brandon Sanderson sehr bildlich beschrieben, auch wenn ich ein oder zwei Fähigkeiten etwas unlogisch fand.

Steelheart ist ein fesselnder, spanndender Auftakt einer Reihe, auf deren Fortsetzungen ich mich schon unglaublich freue.

Der Märchenerzähler von Antonia Michaelis

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Titel: Der Märchenerzähler
Autor: Antonia Michaelis
Seiten: 448
Verlag: Oetinger
Einband: Hardcover
Erscheinungsjahr: 2011
Preis: 16,95€

Klappentext:
Abel Tannatek ist ein Außenseiter, ein Schulschwänzer und Drogendealer. Wider besseres Wissen verliebt Anna sich rettungslos in ihn. Denn es gibt noch einen anderen Abel: den sanften, traurigen Jungen, der für seine Schwester sorgt und der ein Märchen erzählt, das Anna tief berührt. Doch die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen. Was, wenn das Märchen gar kein Märchen ist, sondern grausame Wirklichkeit? Was, wenn Annas schlimmste Befürchtungen wahr werden?

Meine Meinung:
Ich liebe dieses unglaublich schöne Cover und ich finde es spiegelt die Stimmung des Buches wirklich gut wieder.

“Der Märchenerzähler” hat mich von der ersten Seite an gefesselt, so dass ich das Buch regelrecht verschlungen habe. Die Geschichte ist spannend, traurig und erschütternd, aber auch wunderschön. Besonders das in der Geschichte enthaltene Märchen fand ich sehr interessant, da es immer wieder neue Hinweise auf den Verlauf der Geschichte liefert.

Die Charaktere fand ich alle toll und besonders die drei Hauptfiguren Anna, Abel und dessen kleine Schwester Micha habe ich besonders ins Herz geschlossen. Alle drei sind auf ihre ganz eigene Weise faszinierend und ich konnte für jeden von ihnen vollstes Verständnis entwickeln.

Der Schreibstil der Autorin ist außergewöhnlich und erzeugt unglaubliche Bilder im Kopf. Es schwingt sehr viel Melancholie mit. Antonia Michaelis hat mich die Höhen und Tiefen von Anna und Abel durchleben lassen, mich mitfiebern und mitleiden lassen und mich zu Tränen gerührt.

Ich bin keine Jugendliche mehr, aber ich finde, dieses Buch ist auch für Erwachsene sehr zu empfehlen. Durch die etwas zweifelhafte Moral der Geschichte, finde ich das empfohlene Alter von 14 Jahren sogar etwas zu niedrig angesetzt.

Selten hat mich ein Buch so berührt und noch so lange nach dem Lesen beschäftigt.

Das Mädchen mit dem Haifischherz

Das Mädchen mit dem Haifischherz

Titel: Das Mädchen mit dem Haifischherz
Autor: Jenni Fagan
Seiten: 332
Verlag: Kunstmann
Erscheinungsjahr: 2014
Preis: 19,95€

Klappentext:

Anais Hendricks ist fünfzehn und sitzt auf dem Rücksitz eines Polizeiautos. Ihre Schuluniform ist blutverschmiert, und am anderen Ende der Stadt liegt eine Polizistin im Koma. Doch Anais kann sich da an nichts erinnern. Jetzt ist sie auf dem Weg ins Panoptikum, eine Besserungsanstalt für schwer erziehbare Jugendliche, die für das Waisenkind am Ende einer langen Kette von Heimen und Pflegefamilien steht. Das Panoptikum, ein ehemaliges Gefängnis im Niemandsland der Provinz, scheint wie gemacht für Anais, die mittlerweile sowieso denkt, sie sei ein Experiment, das Objekt einer Reihe von Versuchen, die zeigen sollen, wann ein Mensch zerbricht. Während Anais mit ihrer schwierigen Vergangenheit ringt und sich mit Mut und Fantasie durch ein Fürsorgesystem boxt, das ihr einen Schlag nach dem anderen versetzt, findet sie in den anderen Jugendlichen des Panoptikums fast so etwas wie eine Familie. Eine Familie, die sich ihre eigenen Mythen und Legenden schafft und deren Bande stärker sind als das System, aus dem es scheinbar kein Entkommen gibt. Es sei denn, du hast ein Haifischherz und Freunde, die dir helfen, ihm zu folgen …

Meine Meinung:

Zunächst einmal liebe ich das Cover total! Ein absoluter Hingucker! Es erinnerte mich direkt an ein Tattoo, was mich als Tattoo-Fan natürlich direkt ansprach.

Ich denke, schon auf den ersten Seiten dieses Buches entscheidet sich, ob man Anais, aus deren Sicht die Geschichte geschrieben ist, als Protagonisten mag oder nicht… ich jedenfalls mochte sie sehr gerne. Sie ist außergewöhnlich, tough und rebellisch, aber auch sehr intelligent. Ich konnte mit ihr mitleiden, aber auch einige Male mit ihr lachen. Eine wichtige Rolle nehmen auch ihre Freundinnen ein, die ich alle drei auch sehr mochte, besonders Tash.

Unglaublich viel Handlung gibt es in diesem Buch gar nicht, man begleitet Anais einfach ein paar Monate in ihrem Leben im Panoptikum und ihren Drogentrips, dennoch wurde es nie langweilig.

Der Schreibstil der Autorin ist in meinen Augen fantastisch… sehr gewagt und gespickt mit jeder Menge Schimpfwörtern. Das passt jedoch auf jeden Fall zur Geschichte, die extrem und voller Gewalt ist. Auch die eher kurzen, prägnanten Sätze gefielen mir hier sehr gut.

Am Ende bleiben zwar noch einige Fragen offen, aber eigentlich hätte die Autorin kein besseres Ende schreiben können. Dieses ist einfach zu 100% Anais!

Passagier 23 von Sebastian Fitzek

passagier 23

Titel: Passagier 23
Autor: Sebastian Fitzek
Seiten: 432
Einband: Taschenbuch
Verlag: Knaur
Erschienen: Oktober 2015
Preis: 9,99€

Klappentext:

Jedes Jahr verschwinden auf hoher See rund 20 Menschen spurlos von Kreuzfahrtschiffen. Noch nie kam jemand zurück. Bis jetzt …

Martin Schwartz, Polizeipsychologe, hat vor fünf Jahren Frau und Sohn verloren. Es geschah während eines Urlaubs auf dem Kreuzfahrtschiff „Sultan of the Seas“ – niemand konnte ihm sagen, was genau geschah. Martin ist seither ein psychisches Wrack und betäubt sich mit Himmelfahrtskommandos als verdeckter Ermittler.
Mitten in einem Einsatz bekommt er den Anruf einer seltsamen alten Dame, die sich als Thrillerautorin bezeichnet: Er müsse unbedingt an Bord der „Sultan“ kommen, es gebe Beweise dafür, was seiner Familie zugestoßen ist. Nie wieder wollte Martin den Fuß auf ein Schiff setzen – und doch folgt er dem Hinweis und erfährt, dass ein vor Wochen auf der „Sultan“ verschwundenes Mädchen wieder aufgetaucht ist. Mit dem Teddy seines Sohnes im Arm …

Meine Meinung:

Wow! Das ist das allererste Wort, dass mir bei Fitzeks “Passagier 23” einfällt. Schon alleine das Cover finde ich richtig toll. Weiter geht es mit einem spannenden Prolog, der mich unheimlich neugierig auf die Geschichte gemacht und das Buch kaum noch aus den Händen legen hat lassen.

Der Schreibstil ist auch hier wieder typisch Fitzek. Seine Erzählweise schafft es einfach, mich von der ersten Seite an zu fesseln.

Das Buch ist durch die kurzen Kapitel außerordentlich rasant und lässt sich schnell weglesen und die Spannung wird bis zum Schluss aufrechterhalten. Es finden so viele Wendungen statt, die ich nun wirklich nicht vorhergesehen habe und ich nach jedem Kapitel umso mehr wissen wollte wie die Geschichte ausgeht und wie alles zusammenhängt.

Das Setting, ein Kreuzfahrtschiff, gefiel mir sehr und es war definitiv mal etwas anderes.
Der Protagonist, der verdeckte Ermittler Martin Schwartz, war genau nach meinem Geschmack… ein nicht gerade lebensbejahendes, psychisches Wrack, das eigentlich nur noch für den Job lebt, aber unglaublich sympathisch.

Richtig toll, fand ich auch das “Wiedersehen” mit einem bekannten Gesicht aus einem früheren Buch von Fitzek. Dieser ist nämlich mein Lieblingscharakter aus dem Buch “Amoklauf”… (mehr wird hier natürlich nicht verraten!)

Ein tabuisiertes und schockierendes Thema, ein außergewöhnlicher Schauplatz und Spannung bis zur letzten Seite. Ganz klar: eine Leseempfehlung von mir.

Amokspiel von Sebastian Fitzek

Amokspiel

Titel: Amokspiel
Autor: Sebastian Fitzek
Seiten: 448
Erscheinungsjahr: 2007
Preis: 9,99€ (Taschenbuch)

Klappentext:
Die Kriminalpsychologin Ira steht kurz vor ihren Selbstmord. Doch dann wird sie zu einem Geiseldrama in einen Radiosender gerufen: Ein Psychopath ruft bei laufender Sendung wahllos Menschen an. Melden die sich nicht mit einer bestimmten Parole, wird eine Geisel erschossen. Der Mann fordert, dass seine Verlobte ins Studio kommt. Doch die ist tot. Ira beginnt eine Verhandlung, bei der ihr Millionen Menschen zuhören …

Meine Meinung:
Da ich bisher nur “Die Therapie” von Sebastian Fitzek gelesen habe, war ich gespannt, ob auch “Amokspiel” mich wieder so fesseln kann.
Und ich wurde nicht enttäuscht. Ich habe bereits auf den ersten Seiten einen sehr guten Einstieg in die Geschichte gefunden und konnte es dann kaum noch aus der Hand legen, so dass ich es bis auf etwa 50 Seiten an einem Tag verschlungen habe.

Die einzelnen Kapitel sind recht kurz, was mich aber ganz und gar nicht gestört hat, und Fitzek weiß sich definitiv auszudrücken und den Leser in die Irre zu führen. Jedes winzige Detail und jede noch so kleine Beschreibung ist wichtig und bedeutend. Ich dachte einige Male, mir wäre klar, wie die Geschichte nun weitergehen würde… aber da habe ich die Rechnung ohne Sebastian Fitzek gemacht. Mit “Amokspiel” gibt er einem einige Rätsel auf.

Die Story schreitet so dermaßen schnell voran, dass ich mir hin und wieder gewünscht habe, schneller lesen zu können, weil ich einfach wissen wollte, was die nächste Wendung wohl wieder mit sich bringt. Der Spannungsaufbau ist enorm und das Ende hat mich fast umgehauen und mir die Tränen in die Augen getrieben.

Die Charaktere gefielen mir insgesamt sehr gut, aber eine wirkliche Verbindung konnte ich zu keinem aufbauen. Vom etwas duchgeknallten Chefredakteur Diesel hätte ich allerdings gern noch etwas mehr erfahren.

“Amokspiel” ist ein Psychothriller mit Suchtfaktor und hat mir einige spannende Lesestunden beschert.