Das Rachespiel von Arno Strobel

Das Rachespiel von Arno Strobel

347 Seiten

Fischer Verlag (Januar 2014)

ISBN: 3596196949

Taschenbuch 9,99€*


Inhalt:

»Erfüllst du deine Aufgabe, kommt er frei. Erfüllst du sie nicht, wird er sterben.«
Frank Geissler glaubt an einen Scherz, als er die Website aufruft: Ein Mann, nackt, am Boden festgekettet, in Todesangst. Daneben ein Käfig voller Ratten, unruhig, ausgehungert.
Frank kann den Mann retten, heißt es. Aber nur wenn er Teil des »Spiels« wird und seine erste Aufgabe erfüllt. Angewidert schließt er die Website, doch kurz darauf ist der Mann tot. Und Frank beginnt zu zweifeln. Hätte er dem Unbekannten helfen können? Hätte er nicht sofort die Polizei informieren müssen? Aber es ist zu spät. Und nicht nur für den Toten. Auch Frank ist schon mittendrin. Mittendrin in einem Spiel, in dem er einer der Vier ist, einer der vier Kandidaten, für die es um alles geht. Um ihr eigenes Leben. Aber auch um das Leben aller, die ihnen etwas bedeuten …


Meine Meinung:

Mit Das Rachespiel hat mich Arno Strobel doch ziemlich hin- und hergerissen zurückgelassen.

Den Schauplatz, eine verlassene Atombunkeranlage, fand ich nahezu perfekt gewählt für einen Psychothriller. Es ist kalt, dunkel und beängstigend… das schafft eine düstere Atmosphäre. Diese hat der Autor auch wirklich sehr anschaulich beschrieben.

Die Idee, dass ein Killer irgendwelche kranken Psychospielchen mit seinen Opfern spielt, ist natürlich schon lange nichts neues mehr, aber in der Regel kann ich mich für Geschichten dieses Schemas immer wieder von neuem begeistern. Zu Beginn des Buches war ich wirklich begeistert von den Geschehnissen und fand es spannend, aber im Verlauf der Story wurden das Handeln der einzelnen Charaktere leider doch sehr vorhersehbar und mein Interesse ließ deutlich nach. Interessant fand ich jedoch die Rückblenden in die Jungend der Clique durch die man animiert wurde, Vermutungen für das Hier und Jetzt anzustellen.

Zum Ende hin kommt es dann nochmal zu einem Überraschungsmoment, der für ordentlich Spannung sorgt, aber für mich persönlich kam das Ende dann schon ein wenig zu abrupt.

Insgesamt kein schlechter Psychothriller, der sicher noch unterhaltsamer ist, wenn man noch nicht ganz so viele Bücher dieser Art gelesen hat.


Der Autor:

Arno Strobel liebt Grenzerfahrungen und teilt sie gern mit seinen Leserinnen und Lesern. Deshalb sind seine Thriller wie spannende Entdeckungsreisen zu den dunklen Winkeln der menschlichen Seele und machen auch vor den größten Urängsten nicht Halt.
Seine Themen spürt er dabei meist im Alltag auf und erst, wenn ihn eine Idee nicht mehr loslässt und er den Hintergründen sofort mit Hilfe seines Netzwerks aus Experten auf den Grund gehen will, weiß er, dass der Grundstein für seinen nächsten Roman gelegt ist. Alle seine bisherigen Thriller waren Bestseller.
Arno Strobel lebt als freier Autor in der Nähe von Trier.

Passagier 23 von Sebastian Fitzek

passagier 23

Titel: Passagier 23
Autor: Sebastian Fitzek
Seiten: 432
Einband: Taschenbuch
Verlag: Knaur
Erschienen: Oktober 2015
Preis: 9,99€

Klappentext:

Jedes Jahr verschwinden auf hoher See rund 20 Menschen spurlos von Kreuzfahrtschiffen. Noch nie kam jemand zurück. Bis jetzt …

Martin Schwartz, Polizeipsychologe, hat vor fünf Jahren Frau und Sohn verloren. Es geschah während eines Urlaubs auf dem Kreuzfahrtschiff „Sultan of the Seas“ – niemand konnte ihm sagen, was genau geschah. Martin ist seither ein psychisches Wrack und betäubt sich mit Himmelfahrtskommandos als verdeckter Ermittler.
Mitten in einem Einsatz bekommt er den Anruf einer seltsamen alten Dame, die sich als Thrillerautorin bezeichnet: Er müsse unbedingt an Bord der „Sultan“ kommen, es gebe Beweise dafür, was seiner Familie zugestoßen ist. Nie wieder wollte Martin den Fuß auf ein Schiff setzen – und doch folgt er dem Hinweis und erfährt, dass ein vor Wochen auf der „Sultan“ verschwundenes Mädchen wieder aufgetaucht ist. Mit dem Teddy seines Sohnes im Arm …

Meine Meinung:

Wow! Das ist das allererste Wort, dass mir bei Fitzeks “Passagier 23” einfällt. Schon alleine das Cover finde ich richtig toll. Weiter geht es mit einem spannenden Prolog, der mich unheimlich neugierig auf die Geschichte gemacht und das Buch kaum noch aus den Händen legen hat lassen.

Der Schreibstil ist auch hier wieder typisch Fitzek. Seine Erzählweise schafft es einfach, mich von der ersten Seite an zu fesseln.

Das Buch ist durch die kurzen Kapitel außerordentlich rasant und lässt sich schnell weglesen und die Spannung wird bis zum Schluss aufrechterhalten. Es finden so viele Wendungen statt, die ich nun wirklich nicht vorhergesehen habe und ich nach jedem Kapitel umso mehr wissen wollte wie die Geschichte ausgeht und wie alles zusammenhängt.

Das Setting, ein Kreuzfahrtschiff, gefiel mir sehr und es war definitiv mal etwas anderes.
Der Protagonist, der verdeckte Ermittler Martin Schwartz, war genau nach meinem Geschmack… ein nicht gerade lebensbejahendes, psychisches Wrack, das eigentlich nur noch für den Job lebt, aber unglaublich sympathisch.

Richtig toll, fand ich auch das “Wiedersehen” mit einem bekannten Gesicht aus einem früheren Buch von Fitzek. Dieser ist nämlich mein Lieblingscharakter aus dem Buch “Amoklauf”… (mehr wird hier natürlich nicht verraten!)

Ein tabuisiertes und schockierendes Thema, ein außergewöhnlicher Schauplatz und Spannung bis zur letzten Seite. Ganz klar: eine Leseempfehlung von mir.

Amokspiel von Sebastian Fitzek

Amokspiel

Titel: Amokspiel
Autor: Sebastian Fitzek
Seiten: 448
Erscheinungsjahr: 2007
Preis: 9,99€ (Taschenbuch)

Klappentext:
Die Kriminalpsychologin Ira steht kurz vor ihren Selbstmord. Doch dann wird sie zu einem Geiseldrama in einen Radiosender gerufen: Ein Psychopath ruft bei laufender Sendung wahllos Menschen an. Melden die sich nicht mit einer bestimmten Parole, wird eine Geisel erschossen. Der Mann fordert, dass seine Verlobte ins Studio kommt. Doch die ist tot. Ira beginnt eine Verhandlung, bei der ihr Millionen Menschen zuhören …

Meine Meinung:
Da ich bisher nur “Die Therapie” von Sebastian Fitzek gelesen habe, war ich gespannt, ob auch “Amokspiel” mich wieder so fesseln kann.
Und ich wurde nicht enttäuscht. Ich habe bereits auf den ersten Seiten einen sehr guten Einstieg in die Geschichte gefunden und konnte es dann kaum noch aus der Hand legen, so dass ich es bis auf etwa 50 Seiten an einem Tag verschlungen habe.

Die einzelnen Kapitel sind recht kurz, was mich aber ganz und gar nicht gestört hat, und Fitzek weiß sich definitiv auszudrücken und den Leser in die Irre zu führen. Jedes winzige Detail und jede noch so kleine Beschreibung ist wichtig und bedeutend. Ich dachte einige Male, mir wäre klar, wie die Geschichte nun weitergehen würde… aber da habe ich die Rechnung ohne Sebastian Fitzek gemacht. Mit “Amokspiel” gibt er einem einige Rätsel auf.

Die Story schreitet so dermaßen schnell voran, dass ich mir hin und wieder gewünscht habe, schneller lesen zu können, weil ich einfach wissen wollte, was die nächste Wendung wohl wieder mit sich bringt. Der Spannungsaufbau ist enorm und das Ende hat mich fast umgehauen und mir die Tränen in die Augen getrieben.

Die Charaktere gefielen mir insgesamt sehr gut, aber eine wirkliche Verbindung konnte ich zu keinem aufbauen. Vom etwas duchgeknallten Chefredakteur Diesel hätte ich allerdings gern noch etwas mehr erfahren.

“Amokspiel” ist ein Psychothriller mit Suchtfaktor und hat mir einige spannende Lesestunden beschert.