Die Zeitmaschine von H. G. Wells

Die Zeitmaschine von H. G. Wells

144 Seiten

Anaconda Verlag (Januar 2017)

ISBN 3730604759

Gebundene Ausgabe 3,95€*


Inhalt:

Ungläubig staunen die Gäste des genialen Tüftlers über das, was er ihnen berichtet: Mit einer Zeitmaschine sei er achthunderttausend Jahre in die Zukunft gereist. Und dann erzählt er vom Leben zweier Gattungen dort, den kindlichen Eloi und den garstigen Morlocks, die unter der Erde hausen, unterdrückt vom Herrenvolk oben im Grünen. Oder ist es gar nicht so, sondern ganz anders? Fieberhaft lauscht der Besuch, während der Zeitreisende die ganze Wahrheit enthüllt. Mit H. G. Wells‘ ‚Zeitmaschine‘ reist der Leser in eine fantastische Utopie von der Zukunft der Menschheit.


Meine Meinung:

Mal wieder ein Buch aus der Reihe „Große Klassiker zum kleinen Preis“ aus dem Ananconda Verlag. In der Regel komme ich mit der Übersetzung dort immer ziemlich gut zurecht und so war es auch bei „Die Zeitmaschine“… Es ließ sich gut und flüssig lesen.

Zum Beginn des Buches wird uns die Geschichte von einem Erzähler wiedergegeben, der selbst dem Bericht des Zeitreisenden lauscht. Im weiteren Verlauf folgen wir aber dem Zeitreisenden selbst (Ich-Erzählung), was ich ziemlich spannend fand.

Der Autor beschreibt viele Dinge sehr detailliert und einige Teile der Reise sogar fast minutiös, so dass bei mir eine Vielzahl an Bildern im Kopf abliefen von all seinen Zukunftsvisionen.

Gegen Ende nimmt die Geschichte nochmal richtig an Fahrt auf. Das Ende selbst kam dann vielleicht sogar etwas zu abrupt für meinen Geschmack. Das tat dem Leseerlebnis aber dennoch keinen Abbruch.

„Die Zeitmaschine“ von H.G. Wells ist ein großartiges und zeitloses Werk aus den Anfängen der Science Fiction, das auch heute noch zum Nachdenken anregt. Ganz klare Leseempfehlung meinerseits.


Der Autor:

Herbert George Wells, geboren 1866 in Bromley bei London, widmete sich nach einem naturwissenschaftlichen Studium immer mehr dem Schreiben. Er bezeichnete sich selbst als Autor „wissenschaftlich fundierter Abenteuergeschichten“ und führte Phänomene wie Unsichtbarkeit, Zeitreisen und die Invasion der Erde durch Ungeheuer aus dem All in die Literatur ein. Damit gelangte der Gesellschaftssatiriker und Utopist nicht nur zu Weltruhm, sondern gestaltete die Entwicklung der Science fiction entscheidend mit. H. G. Wells starb 1946 in London.

[Neuzugugänge] Klassiker

Hallo ihr wundervollen Menschen da draußen! ❤

EIGENTLICH wollte ich mir nur ein einziges Buch kaufen und zwar die wunderschöne Ausgabe von Jane Eyre* aus dem Manesse Verlag. Bei dem unschlagbaren Preis von 9,99€ konnte ich nämlich nicht widerstehen, obwohl ich schon eine andere Ausgabe des Buches zuhause habe. Und wo ich nun schon bei den Brontes war, durfte auch Sturmhöhe* noch mit in den Warenkorb.

An dieser Stelle hätte dann aber wirklich Schluss sein sollen… aber ihr ahnt es sicher schon! Da ich gerade eine ausgeprägte Klassiker-Phase habe, habe ich weiter gestöbert und habe gesehen, dass diese beim Anaconda Verlag recht günstig sind. Also durften noch 3 weitere Bücher bei mir einziehen.

Krieg und Frieden* hatte ich sowieso schon länger auf meiner Wunschliste und ich rechtfertige den Bücherkauf einfach damit, dass ich so unsere Buchhandlung vor Ort ein wenig unterstützen konnte. 😉

Habt ihr bereits einen oder mehrere dieser Klassiker gelesen? 🙂

Bin ich endlich die Leseflauten los?

Hallo ihr wundervollen Menschen da draußen! ❤

In den letzten 3 bis 4 Jahren hatte ich so viel mit ziemlich riesigen Leseflauten zu kämpfen, was dazu führte dass ich das Lesen eine Zeit lang komplett aufgab.

In der Zeit zuvor habe ich viele Booktuber verfolgt und war viel auf Instagram unterwegs und habe mir Neuzugänge, Lesemonate usw. angeschaut. Nun bin ich offenbar ein Mensch, der sich leider sehr schnell mit anderen vergleicht. Irgendwann setzte es mich immer mehr unter Druck, wenn „alle“ immer die neuesten Bücher zuhause hatten und 20 Bücher im Monat schafften. Ich fühlte mich schlecht mit meinen 3 bis 5 im Monat gelesenen Büchern und fragte mich, warum ich es nicht schaffte, mehr Bücher zu lesen…

Aber muss ich das überhaupt schaffen? Früher hatte ich einfach Spaß am Lesen, konnte dabei abschalten, in andere Welten eintauchen und habe mir mehr Gedanken darüber gemacht, das richtige Buch zu lesen als über die Anzahl meiner gelesenen Bücher.

Nachdem ich aufgehört hatte, mich im Internet ständig mit Büchern zu beschäftigen, habe ich seit Mitte letzten Jahres wieder richtig Lust zu lesen. Paradoxerweise habe ich seitdem mehr Bücher gelesen als in den 3 Jahren zuvor und es macht mir wieder richtig Spaß. Es entspannt mich. Ich kann mich wieder auf Geschichten einlassen, die man nicht mal schnell nebenbei weglesen kann.

Ich habe gemerkt, dass ich Bücher nun wieder viel gezielter kaufe und mein SuB stetig kleiner wird. Natürlich habe ich noch immer sehr viele ungelesene Bücher, aber wenigstens baue ich ab. 😉 Dass ich mich wieder mehr mit Klassikern beschäftige und Bücher auf englisch lese, entschleunigt mein Leseverhalten zusätzlich.

Ich führe zwar immer noch recht detaillierte Statistiken über meine gelesenen Bücher und lese diese auch bei anderen sehr gerne, weil ich einfach ein Statistik-Nerd bin. *lach* Jedoch veröffentliche ich meine eigenen Statistiken nicht mehr, um mich selbst nicht wieder dem Druck auszusetzen.

Wie ist das bei euch? Setzt es euch unter Druck, noch mehr zu lesen, wenn ich seht, was andere so im Monat „schaffen“? Oder spornt euch dieser „Wettkampf“ vielleicht sogar an?

Anne auf Green Gables von Lucy Maud Montgomery

Titel: Anne auf Green Gables

Autor: Lucy Maud Montgomery

Seiten: 384

Verlag: Anaconda

ISBN: 3730604023

Gebundene Ausgabe 4,95€*

Klappentext:

Die kleine Anne aus dem Waisenhaus ist begeistert von ihrem neuen Leben auf der Farm Green Gables. Weniger begeistert sind anfangs ihre Adoptiveltern, denn das schmale Wesen mit den roten Zöpfen hat eine überreiche Fantasie und einen ganz eigenen Kopf – was manche Mitmenschen verstört und andere zunehmend fasziniert. Bald hat dieses Kind die Welt um sich herum für immer verändert. – In Nordamerika wird der bezaubernde Mädchenbuch-Klassiker heiß geliebt. Die schlagfertige Anne war das erklärte Vorbild für Pippi Langstrumpf und entfaltet in dieser Neuübersetzung ihren ganzen Witz und Charme.


Meine Meinung:

Nachdem ich es im letzten endlich geschafft hatte, die Netflix-Serie „Anne with an E“ zu schauen und ich davon doch sehr begeistert war, musste ich anschließend unbedingt das Buch kaufen. Und dann habe ich es auch noch in dieser schönen Ausgabe vom Anaconda Verlag gefunden, von denen ich schon einige in meinem Regal stehen habe.

Besonders toll finde ich die bildhafte Sprache der Autorin und ihre Beschreibungen von Prince Edward Island und vor allem Green Gables. Da möchte man sofort seine Sachen packen und diesem wunderschönen Fleckchen Erde einen Besuch abstatten und selbst alles erkunden, so wie Anne es getan hat.

Ich liebe Annes positive Art mit der sie die Welt sieht, ebenso wie ihren Sprachwitz. Anne hat definitiv Charme und ihre Melodramatik, die vielleicht einige als etwas anstrengend empfinden könnten, finde ich überaus liebenswert. Besonders gern mag ich auch Marilla, auch wenn wir ein paar Seiten brauchten, um miteinander warm zu werden. Anfangs ist sie sehr selbstbeherrscht, aber im Verlauf der Geschichte konnte ich durchaus Humor entdecken.

Begeistern konnte mich auch das für diese Zeit sehr modern dargestellte Frauenbild und die zeitlosen Werte, die das Buch vermittelt.

Dieser Kinderbuchklassiker eignet sich nicht nur hervorragend zum Vorlesen, er kann auch Erwachsenen noch etwas mit auf den Weg geben.


Die Autorin:

Lucy Maud Montgomery wurde 1874 geboren und war eine gefeierte kanadische Kinder- und Jugendbuchautorin. Zeit ihres Lebens veröffentlichte sie zahlreiche Bücher, darunter Romane, Gedichte und Essays. Besonders viel Erfolg hatte sie mit der Reihe rund um das Waisenkind Anne. Der erste Band wurde 1908 veröffentlicht und avancierte sofort zum Bestseller.

Giselas Samstagfragen: Lest Ihr gerne Klassiker, oder findet Ihr keine Zeit dafür?

Auch diese Woche stellt Gisela wieder eine neue Samstagsfrage… 🙂

Lest Ihr gerne Klassiker, oder findet Ihr keine Zeit dafür? (Wegen zu vieler Neuerscheinungen)
Ich habe mich eigentlich lange davor gesträubt, Klassiker gelesen bis ich Hamlet gelesen habe. Daraufhin habe ich mich dann auch mal an ein paar andere Klassiker gewagt und viele davon fand ich richtig gut.
Wirklich viele Klassiker lese ich zwar momentan nicht, weil ich eben auch viele neue Bücher auf meinem SuB habe, die ich natürlich auch unbedingt lesen möchte und ständig kommen neue Bücher dazu, aber so zwei oder drei Klassiker im Jahr schaffe ich doch meistens.

Peter Pan von J.M. Barrie

Peter Pan

Titel: Peter Pan
Autor: J.M. Barrie
Seiten: 213
Verlag: Insel Verlag
Erschienen: Juni 2015
ISBN: 978-3458360834
Preis: 8,99€

Klappentext:

Peter Pan, die Geschichte vom Jungen, der nicht erwachsen werden wollte – ursprünglich für Erwachsene geschrieben – ist heute einer der großen Klassiker der Kinderbuchliteratur. Generationen von Lesern haben begeistert die Abenteuer des fliegenden Jungen verfolgt, der Wendy und ihre Brüder mit nach Nimmerland nimmt, wo sie gemeinsam gegen den bösen Kapitän Hook kämpfen.

Meine Meinung:

Wer kenn nicht die Geschichte von dem Jungen Peter Pan, der nicht erwachsen werden wollte? Als Kind habe ich, wie sicher viele von euch auch, die Disney-Verfilmung gesehen… und im Laufe der Jahre auch einige der anderen Verfilmungen. Das Buch habe ich bis zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht gelesen, dann bin ich über dieses schöne Exemplar vom Insel Verlag gestolpert und fand es an der Zeit dies endlich mal nachzuholen.

Erzählt wird uns die Geschichte von einem allwissenden Erzähler, der uns immer wieder direkt anzusprechen scheint. Das hat mir richtig gut gefallen. Ebenso gut gefallen hat mir die Sprache. Diese ist sehr fantasiereich, amüsant und auch tiefsinnig.

Im Buch wird Peter Pan als „der eingebildetste Junge von allen“ beschrieben und dem kann ich nur zustimmen. Einerseits ist er ein recht unsympathischer Charakter, der vor Arroganz nur so strotzt und für den alles was er tut nur ein Spiel ist. Andererseits aber auch unglaublich interessant.

Auch wenn die Handlung zwischendrin schon mal recht brutal ist, ist die Erzählweise doch sehr kindgerecht gestaltet. So werden diese Szenen nicht direkt beschrieben, sondern nur angedeutet.

Was mir an dieser Übersetzung gar nicht gefiel, ist die Tatsache, dass Tinker Bell oder Glöckchen hier Gypsy Bell genannt wird. Damit konnte ich mich beim Lesen so gar nicht anfreunden.

Nichtsdestotrotz hat mir diese kurzweilige Reise ins Niemandsland sehr viel Spaß und ein ein paar schöne Lesestunden bereitet.