Fangirl von Rainbow Rowell

Fangirl

Titel: Fangirl
Autor: Rainbow Rowell
Seiten: 480
Verlag: Macmillan Children’s Books
Erschienen: Januar 2014
ISBN: 978-1447263227
Preis: 8,76€

Klappentext:

Cath and Wren are identical twins, and until recently they did absolutely everything together. Now they’re off to university and Wren’s decided she doesn’t want to be one half of a pair any more – she wants to dance, meet boys, go to parties and let loose. It’s not so easy for Cath. She’s horribly shy and has always buried herself in the fan fiction she writes, where she always knows exactly what to say and can write a romance far more intense than anything she’s experienced in real life.

Without Wren Cath is completely on her own and totally outside her comfort zone. She’s got a surly room-mate with a charming, always-around boyfriend, a fiction-writing professor who thinks fan fiction is the end of the civilized world, a handsome classmate who only wants to talk about words . . . And she can’t stop worrying about her dad, who’s loving and fragile and has never really been alone.

Now Cath has to decide whether she’s ready to open her heart to new people and new experiences, and she’s realizing that there’s more to learn about love than she ever thought possible . . .

Meine Meinung:

Ich muss gestehen, dass ich bereits bevor ich auch nur ein Wort dieses Buches gelesen hatte, sehr hohe Erwartungen hatte, da ich bisher durchweg positive Meinungen zu Fangirl gehört habe. So ganz erfüllen konnte Rainbow Rowell diese allerdings nicht. Ich mochte das Buch, gar keine Frage, aber diesen riesigen Hype darum, verstehe ich dann doch nicht.

Der Schreibstil der Autorin ist definitiv toll zu lesen. Sehr flüssig und angenehm, so dass ich schnell in die Geschichte hereinfand. Vor allem einige Dialoge sind wirklich lustig. Auch die Handlung, die sich Rainbow Rowell hier hat einfallen lassen, mag ich sehr gerne, auch wenn ich mich selbst nicht so sehr für Fanfictions begeistern kann.

Die Protagonistin Cath war mir sofort sympathisch und obwohl ich sie stellenweise doch etwas zu naiv empfand, konnte ich ihre Gefühle und Handlungen fast immer gut nachvollziehen.

Cath’s Zwillingsschwester Wren dagegen mochte ich schon von Anfang an nicht und bin auch im Laufe der Geschichte nicht mit ihr warm geworden.

Mein absolutes Highlight der Charaktere war auf jeden Fall Levi, der für mich viel Witz der Geschichte ausmacht und auch Cath’s Mitbewohnerin Reagan mochte ich sehr gern. Sie ist irgendwie einfach ’ne coole Socke.

Cath’s Fanfiction fand ich anfangs auch ganz nett zu lesen, irgendwann jedoch fing sie an mich etwas zu langweilen und so habe ich die Fanfiction-Passagen dann nur noch überflogen und ich denke auch im Nachhinein nicht, dass ich da besonders viel verpasst habe.

Alles in Allem ist Fangirl jedoch ein unterhaltsames Buch mit richtig toll ausgearbeiteten Charakteren.

Saeculum von Ursula Poznanski

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Titel: Saeculum
Autor: Ursula Poznanski
Seiten: 496
Verlag: Loewe
Erschienen: Juni 2013
Preis: 9,95€

Klappentext:

Fünf Tage im tiefsten Wald, die nächste Ortschaft kilometerweit entfernt, leben wie im Mittelalter – ohne Strom, ohne Handy -, normalerweise wäre das nichts für Bastian. Dass er dennoch mitmacht bei dieser Reise in die Vergangenheit, liegt einzig und allein an Sandra. Als kurz vor der Abfahrt das Geheimnis um den Spielort gelüftet wird, fällt ein erster Schatten auf das Unternehmen: Das abgelegene Waldstück, in dem das Abenteuer stattfindet, soll verflucht sein.Was zunächst niemand ernst nimmt, scheint sich jedoch zu bewahrheiten, denn aus dem harmlosen Live-Rollenspiel wird plötzlich ein tödlicher Wettlauf gegen die Zeit. Liegt tatsächlich ein Fluch auf dem Wald?

Meine Meinung:

Saeculum ist das dritte Buch, das ich von Ursula Poznanski gelesen habe und da mir ihre Bücher Erebos und Fünf wirklich gut gefielen, ging ich mit recht hohen Erwartungen an dieses Buch heran, diese wurden nicht enttäuscht und die Autorin konnte mich einmal mehr von sich und ihrer Geschichte überzeugen. Vor allem das Thema Rollenspiel und Mittelalter fand ich schon im Vorhinein sehr interessant, da ich selbst recht häufig auf Mittelaltermärkten anzutreffen bin.

Auch in Saeculum erzählt Ursula Poznanski die Geschichte wieder in ihrer bekannten, fesselnden Art und ich konnte recht schnell voll und ganz in die Geschichte eintauchen und teilweise richtig mitfiebern, denn was harmlos beginnt, entwickelt sich rasch zu einem Horrortrip für die Rollenspieler. Den Anfang fand ich zwar etwas langatmig, aber sobald die Gruppe im Wald angekommen ist, steigt die Spannung.

Die Autorin schafft es, diese Spannung für mich das ganze Buch über zu erhalten und die Geschichte zügig voranzutreiben, ohne dass ich mich als Leser gehetzt fühlte. Insgesamt hatte das Buch eine recht beklemmende Atmosphäre, was mir richtig gut gefiel.

Besonders gut fand ich die Entwicklung der einzelnen Charaktere sowie die Gruppendynamik. Die Personen werden schon im ersten Kapitel so gut vorgestellt, dass ich mir eine Meinung über sie bilden konnte bzw. Sympathie, aber auch Antipathie, entwickeln konnte.

Bastian macht für mich die größte Entwicklung durch. Anfangs fand ich ihn ziemlich unscheinbar, ja sogar schon etwas langweilig. Im weiteren Verlauf der Geschichte nimmt er jedoch viele Dinge in die Hand und entwickelt etwas mehr Charakter, was ihn dann doch noch recht interessant macht.

Zum Ende hin fand ich jedoch einige Handlungen der verschiedenen Charaktere nicht ganz so realistisch bzw. konnte ich die Verhaltensweisen nicht immer ganz nachvollziehen.
Nichtsdestotrotz ist Saeculum durchweg lesenswert und spannend.

Der Rithmatist von Brandon Sanderson

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Titel: Der Rithmatist
Autor: Brandon Sanderson
Seiten: 432
Verlag: Heyne fliegt
Erschienen im Juli 2015
Preis: 14,99€

Klappentext:
Wie wird man Magier, wenn man nicht zaubern kann? Mit diesem Problem kämpft Joel tagtäglich, denn nichts wünscht er sich sehnlicher, als ein Rithmatist, ein berühmter Kreidemagier, zu werden. Doch so sehr er sich auch bemüht, seine Kreidefiguren bleiben leblos – bis zu dem Tag, an dem plötzlich das Schicksal aller Rithmatisten auf Joels Schultern ruht. Einem Tag, an dem eine lange verborgene Gabe in ihm erwacht …

Meine Meinung:
Nachdem ich von Brandon Sandersons ” Steelheart” so begeistert war, musste ich ” Der Rithmatist” natürlich auch lesen. Und auch hier konnte Sanderson mich wieder absolut in seinen Bann ziehen. Angefangen mit der Aufmachung: Wow, was für ein tolles Cover! Ebenso großartig ist auch das innere des Buches, immer wieder wird der Text durch kleine Illustrationen aufgelockert und vor jedem Kapitel wird einem die Rithmatik etwas näher gebracht, was ich sehr interessant fand.

Brandon Sandersons Schreibstil finde ich wahnsinnig gut. Er schafft es, mich sofort zu Beginn des Buches zu fesseln. Er benutzt sehr bildgewaltige Umschreibungen, dennoch ist das Buch so einfach geschrieben, dass man es schnell und flüssig weglesen kann.

Die wirklich originelle Idee der Geschichte gefiel mir unglaublich gut und etwas Vergleichbares habe ich bisher nicht gelesen. Das Buch war durchgehend spannend und enthielt einige unerwartete Wendungen. Die Welt, in der die Geschichte spielt, war absolut durchdacht und interessant. Die im Buchdeckel abgedruckte Karte war dabei ziemlich hilfreich.

Der Protagonist Joel war mir sehr sympathisch. Er ist klug, mutig und mit seiner Begeisterung für die Rithmatik konnte er mich regelrecht anstecken. Besonders gern mochte ich auch Melody sowie Professor Fitch.

“Der Rithmatist” ist definitiv ein Fantasy-Roman, der aus der Masse heraussticht.

Steelheart von Brandon Sanderson

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Titel: Steelheart
Autor: Brandon Sanderson
Seiten: 444
Verlag: Heyne fliegt
Erscheinungsjahr: 2014
Preis: 17,99€

Kurzbeschreibung:

Selbst der stärkste Gegner ist verwundbar – du musst nur wissen, wo

Als David sechs ist, zerstört eine gewaltige Explosion die Welt, die er kannte. Einige der Überlebenden erlangen Superkräfte, die sie dazu nutzen, sich die übrigen untertan zu machen. Als David acht ist, muss er miterleben, wie einer dieser Superhelden, ein gewisser Steelheart, seinen Vater ermordet. Von da an kennt David nur ein Ziel: herauszufinden, warum sein Vater sterben musste. Und ihn zu rächen. Er schließt sich einer Untergrundbewegung an, die die Herrschaft der scheinbar unbesiegbaren Superhelden bekämpft. David ahnt, dass sogar der mächtige Steelheart eine Schwachstelle hat. Er muss sie nur entdecken. Doch das bunt zusammengewürfelte Grüppchen der Widerstandskämpfer muss sich erst zusammenraufen. Und nicht jeder billigt Davids Plan, Jagd auf Steelheart zu machen …

Meine Meinung:

Ich habe schon so viel Gutes über die Bücher von Brandon Sanderson gehört und wollte mich nun auch endlich mal an eines seiner Werke wagen. Für mich als Comic- und Superhelden-Fan lag Steelheart da natürlich nahe.

Schon das Cover lässt eine düstere, actionreiche Geschichte erahnen und diese Erwartung erfüllt Brandon Sanderson mit diesem Buch auch absolut. Die Geschichte gewinnt sehr schnell an Tempo und wird so zu einem richtigen Pageturner, der spannend und voller Gewalt ist, aber auch lustige Passagen hat. Außerdem gab es die ein oder andere Wendung, die ich wirklich nicht vorhersehen konnte. Wirklich toll!

Die Geschichte wird aus Sicht von David erzählt, der anfangs etwas naiv auf mich wirkte, bezüglich seines Wunsches nach Rache am Mord seines Vaters, aber im Laufe des Buches entwickelt er sich enorm weiter und wird selbst ein kleiner Held. Ihm sind auch die meisten Lacher zuzuschreiben… seine Metaphern und Vergleiche sind manchmal echt der Knaller!

Auch die anderen Mitglieder der Rächer lernt man sehr gut kennen und schließt sie schnell ins Herz. Die Epics hat Brandon Sanderson sehr bildlich beschrieben, auch wenn ich ein oder zwei Fähigkeiten etwas unlogisch fand.

Steelheart ist ein fesselnder, spanndender Auftakt einer Reihe, auf deren Fortsetzungen ich mich schon unglaublich freue.

Der Märchenerzähler von Antonia Michaelis

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Titel: Der Märchenerzähler
Autor: Antonia Michaelis
Seiten: 448
Verlag: Oetinger
Einband: Hardcover
Erscheinungsjahr: 2011
Preis: 16,95€

Klappentext:
Abel Tannatek ist ein Außenseiter, ein Schulschwänzer und Drogendealer. Wider besseres Wissen verliebt Anna sich rettungslos in ihn. Denn es gibt noch einen anderen Abel: den sanften, traurigen Jungen, der für seine Schwester sorgt und der ein Märchen erzählt, das Anna tief berührt. Doch die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen. Was, wenn das Märchen gar kein Märchen ist, sondern grausame Wirklichkeit? Was, wenn Annas schlimmste Befürchtungen wahr werden?

Meine Meinung:
Ich liebe dieses unglaublich schöne Cover und ich finde es spiegelt die Stimmung des Buches wirklich gut wieder.

“Der Märchenerzähler” hat mich von der ersten Seite an gefesselt, so dass ich das Buch regelrecht verschlungen habe. Die Geschichte ist spannend, traurig und erschütternd, aber auch wunderschön. Besonders das in der Geschichte enthaltene Märchen fand ich sehr interessant, da es immer wieder neue Hinweise auf den Verlauf der Geschichte liefert.

Die Charaktere fand ich alle toll und besonders die drei Hauptfiguren Anna, Abel und dessen kleine Schwester Micha habe ich besonders ins Herz geschlossen. Alle drei sind auf ihre ganz eigene Weise faszinierend und ich konnte für jeden von ihnen vollstes Verständnis entwickeln.

Der Schreibstil der Autorin ist außergewöhnlich und erzeugt unglaubliche Bilder im Kopf. Es schwingt sehr viel Melancholie mit. Antonia Michaelis hat mich die Höhen und Tiefen von Anna und Abel durchleben lassen, mich mitfiebern und mitleiden lassen und mich zu Tränen gerührt.

Ich bin keine Jugendliche mehr, aber ich finde, dieses Buch ist auch für Erwachsene sehr zu empfehlen. Durch die etwas zweifelhafte Moral der Geschichte, finde ich das empfohlene Alter von 14 Jahren sogar etwas zu niedrig angesetzt.

Selten hat mich ein Buch so berührt und noch so lange nach dem Lesen beschäftigt.

Das Mädchen mit dem Haifischherz

Das Mädchen mit dem Haifischherz

Titel: Das Mädchen mit dem Haifischherz
Autor: Jenni Fagan
Seiten: 332
Verlag: Kunstmann
Erscheinungsjahr: 2014
Preis: 19,95€

Klappentext:

Anais Hendricks ist fünfzehn und sitzt auf dem Rücksitz eines Polizeiautos. Ihre Schuluniform ist blutverschmiert, und am anderen Ende der Stadt liegt eine Polizistin im Koma. Doch Anais kann sich da an nichts erinnern. Jetzt ist sie auf dem Weg ins Panoptikum, eine Besserungsanstalt für schwer erziehbare Jugendliche, die für das Waisenkind am Ende einer langen Kette von Heimen und Pflegefamilien steht. Das Panoptikum, ein ehemaliges Gefängnis im Niemandsland der Provinz, scheint wie gemacht für Anais, die mittlerweile sowieso denkt, sie sei ein Experiment, das Objekt einer Reihe von Versuchen, die zeigen sollen, wann ein Mensch zerbricht. Während Anais mit ihrer schwierigen Vergangenheit ringt und sich mit Mut und Fantasie durch ein Fürsorgesystem boxt, das ihr einen Schlag nach dem anderen versetzt, findet sie in den anderen Jugendlichen des Panoptikums fast so etwas wie eine Familie. Eine Familie, die sich ihre eigenen Mythen und Legenden schafft und deren Bande stärker sind als das System, aus dem es scheinbar kein Entkommen gibt. Es sei denn, du hast ein Haifischherz und Freunde, die dir helfen, ihm zu folgen …

Meine Meinung:

Zunächst einmal liebe ich das Cover total! Ein absoluter Hingucker! Es erinnerte mich direkt an ein Tattoo, was mich als Tattoo-Fan natürlich direkt ansprach.

Ich denke, schon auf den ersten Seiten dieses Buches entscheidet sich, ob man Anais, aus deren Sicht die Geschichte geschrieben ist, als Protagonisten mag oder nicht… ich jedenfalls mochte sie sehr gerne. Sie ist außergewöhnlich, tough und rebellisch, aber auch sehr intelligent. Ich konnte mit ihr mitleiden, aber auch einige Male mit ihr lachen. Eine wichtige Rolle nehmen auch ihre Freundinnen ein, die ich alle drei auch sehr mochte, besonders Tash.

Unglaublich viel Handlung gibt es in diesem Buch gar nicht, man begleitet Anais einfach ein paar Monate in ihrem Leben im Panoptikum und ihren Drogentrips, dennoch wurde es nie langweilig.

Der Schreibstil der Autorin ist in meinen Augen fantastisch… sehr gewagt und gespickt mit jeder Menge Schimpfwörtern. Das passt jedoch auf jeden Fall zur Geschichte, die extrem und voller Gewalt ist. Auch die eher kurzen, prägnanten Sätze gefielen mir hier sehr gut.

Am Ende bleiben zwar noch einige Fragen offen, aber eigentlich hätte die Autorin kein besseres Ende schreiben können. Dieses ist einfach zu 100% Anais!