Mythos Diät von Tim Spector

mythos diät

Titel: Mythos Diät: Was wir wirklich über gesunde Ernährung wissen
Autor: Tim Spector
Seiten: 416
Verlag: Berlin Verlag
Erschienen: Februar 2016
Einband: Hardcover
Preis: 24,00€

Inhalt:

Wieso nimmt der eine zu und ein anderer, der das Gleiche isst, verliert sogar Gewicht? Die Gene sind nur ein Teil der Antwort. Ebenso wichtig ist unsere individuell verschiedene Darmflora, deren Mikroben vor Krankheiten und Gewichtzunahme schützen – wenn wir ihre Vielfalt fördern und nicht durch falsche Diäten zerstören. Auf der Grundlage neuester genwissenschaftlicher Erkenntnisse erklärt Tim Spector, was wir praktisch tun können, um unseren Mikroben-Garten zu pflegen – und so schlank und gesund zu sein, ohne verzichten zu müssen. Lebendig und spannend erzählt der renommierte Professor für Genetische Epidemiologie vom Londoner King’s College von überraschenden Fallbeispielen und seiner bahnbrechenden Forschung mit über 10 000 Zwillingen. Für ein Fast-Food-Experiment stellte sich sein eigener Sohn zur Verfügung. Selbst für Leser, die schon alles über Ernährung zu wissen glauben, wird Tim Spectors Anti-Diätbuch so zur fesselnden Lektüre.

Meine Meinung:

Seit etwa einem halben Jahr beschäftige ich mich relativ intensiv mit dem Thema Ernährung und so bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden.

Tim Spector räumt in Mythos Diät gründlich auf mit all den Widersprüchen der fast täglich neu erscheinenden Ernährungstipps und Diäten und den damit entstehenden Verwirrungen. Er verbindet wissenschaftliche Studien mit vielen Beispielen und so hatte das Buch neben dem Wissensfaktor auch einen hohen Unterhaltungswert.

Der Schreibstil ist leicht verständlich, flüssig zu lesen und dank einiger kleiner Witzeleien auch sehr unterhaltsam.

Es ist definitiv kein Buch, das man einfach so in einem Rutsch wegliest, aber für Leute, die sich für Ernährung interessieren eine ganz klare Empfehlung.

Die Geschichte der Einsamkeit von John Boyne

Titel: Die Geschichte der Einsamkeit
Autor: John Boyne
Verlag: Piper
Seiten: 416
Erschienen im Oktober 2015
Preis: 16,99€

Klappentext:
Odran Yates kommt 1972 an das renommierte Dubliner »Clonliffe Seminary«, um Priester zu werden. Voller Hingabe widmet er sich seinen Studien. Er kann es kaum erwarten, endlich Gutes zu tun. Vierzig Jahre später ist sein Vertrauen in die katholische Kirche jedoch zutiefst erschüttert. Waren Priester jahrzehntelang unanfechtbare Respektspersonen und wurden von der irischen Bevölkerung verehrt, schlägt ihnen jetzt nur noch Verachtung entgegen. Odran muss dabei zusehen, wie alte Freunde zu recht vor Gericht stehen, wie einstige Würdenträger verurteilt werden und ins Gefängnis kommen. Odran ist erschüttert und zieht sich zurück – aus Angst vor den missbilligenden Blicken seiner Umwelt. Erst als bei einem Familientreffen alte Wunden aufgerissen werden, sieht er sich gezwungen, sich den Ereignissen zu stellen und seine Komplizenschaft zu erkennen.

Meine Meinung:
Erzählt wird die Geschichte aus Sicht des katholischen Priesters Odran Yates. Die Handlung springt kapitelweise in der Zeit hin und her, wird also nicht chronologisch erzählt, was ich anfangs etwas schwierig zu lesen fand und einiges an Konzentration erforderte. Nach einigen Kapiteln habe ich mich dann aber ganz gut eingefunden.

Der Schreibstil ist typisch John Boyne. Sehr bildhaft und atmosphärisch. Er bringt eine sehr deprimierende und teils auch erschütternde Grundstimmung in diesem Buch rüber. Außerdem ist dieser Raum sehr viel mehr in der Realität beheimatet als die Bücher, die ich bisher von diesem Autor gelesen habe.

Der Charakter des Protagonisten Odran Yates ist wirklich gut portraitiert und ich hatte das Gefühl, er könnte durchaus auch für einige seiner realen Kollegen stehen. Er ist glaubhaft und seine Handlungen nachvollziehbar.

Das Thema dieses Buches ist brisant, sicherlich schwer verdaulich und regt definitiv zum Nachdenken an. Der Roman hat einige Längen, zieht sich an einigen Stellen sehr, dennoch empfand ich dieses Buch als sehr lesenwert und kann es definitiv weiterempfehlen.

 

 

Trigger von Wulf Dorn

Titel: Trigger
Autor: Wulf Dorn
Seiten: 432
Verlag: Heyne
Erschienen: Oktober 2009
Einband: Taschenbuch
Preis: 9,99€

Klappentext:

Der Fall einer misshandelten Patientin wird für die Psychiaterin Ellen Roth zum Alptraum: Die Frau behauptet, vom Schwarzen Mann verfolgt zu werden. Kurz darauf verschwindet sie spurlos. Bei ihren Nachforschungen wird auch Ellen zum Ziel des Unbekannten. Er zwingt sie zu einer makaberen Schnitzeljagd um ihr Leben und um das ihrer Patientin. Für Ellen beginnt ein verzweifelter Kampf, bei dem sie niemandem mehr trauen kann. Immer tiefer gerät die Psychiaterin in ein Labyrinth aus Angst, Gewalt und Paranoia. Und das Ultimatum läuft …

Meine Meinung:

Schon lange wollte ich mal ein Buch von Wulf Dorn lesen und so habe ich mich für seinen Debütroman entschieden.

Dieses Buch bringt alles mit, was ein Psychothriller für mich haben muss und wird den lobenden Worten von Autoren wie Fitzek oder Eschbach, die bereits auf dem Umschlag prangen, durchaus gerecht.

Schon alleine den Schauplatz dieses Romans, eine psychiatrische Klinik, finde ich außerordentlich spannend, auch wenn das Rad damit sicherlich nicht neu erfunden wurde. Der Autor schafft es aber mit seinen Worten, die Orte und Handlungen bildlich vor mein inneres Auge zu zaubern und die Charaktere lebendig wirken zu lassen. Vor allem die Protagonistin Ellen wird sehr ausführlich beschrieben, man erfährt viele ihrer Gedanken und ihre inneren Dialoge, wodurch man das Gefühl bekommt, sie recht gut zu kennen. Der Schreibstil konnte mich wirklich begeistern und das Buch wurde, meines Erachtens, unglaublich gut recherchiert.

Sehr gut finde ich auch die Spannungskurve, die Wulf Dorn hier aufbaut. Schon zu Beginn der Geschichte kommen einige fragen auf, die ich unbedingt beantwortet haben wollte und somit in jeder freien Minute weitergelesen habe. Außerdem gibt es einige Wendungen, die ich absolut nicht vorhergesehen habe.

Ein paar wenige Stellen im Buch empfand ich zwar als etwas langatmig, aber unterm Strich ist Trigger ein gelungenes Debüt und macht Lust auf die anderen Bücher von Wulf Dorn.

Der Prügelknabe von Charlie Huston


Titel: Der Prügelknabe
Reihe: Die Hank-Thompson-Trilogie
Autor: Charlie Huston
Seiten: 368
Verlag: Heyne
Erschienen im Juni 2004
Preis: 13,99€ (gesamte Trilogie in einem Band)

Klappentext:
Hank Thompson wohnt alleine in New York, arbeitet als Barkeeper in der Lower East Side und wird eines Abends in der Bar übel verprügelt. Warum, weiß er zunächst nicht. Zum Arzt geht er in erster Linie wegen seiner Fußschmerzen, doch als plötzlich Blut aus der Hose tropft und im Urin auftaucht, ist eine Niere fällig. Alkohol und Schläge haben sie vernichtet. Eigentlich soll er sich jetzt von der Nierenoperation erholen, doch plötzlich tauchen erneut diese merkwürdigen Schlägertypen auf. Allmählich dämmert es Hank, dass dies etwas mit seinem Nachbarn Russ zu tun haben muss. Russ stand vor ein paar Tagen abends mit einem Haustierkäfig vor seiner Wohnungstür. Er müsse dringend weg, sein Vater läge im Sterben. Ob er wohl ein paar Tage auf die Katze aufpassen könne. Kein Problem! Was Hank nicht weiß – in dem Käfig befindet sich nicht bloß eine Katze namens Bud, sondern auch ein Schlüssel, hinter dem einige höchst obskure Gestalten her sind, und für den sie auch über Leichen gehen. Und so befindet sich Hank statt zur Erholung im Bett ganz schnell auf einer Odyssee durch den New Yorker Großstadtdschungel, gejagt von Gangstern und korrupten Polizisten, an die sich der Leser noch lange Zeit erinnern wird.

Meine Meinung:
Eigentlich bin ich ja immer erstmal skeptisch, wenn irgendetwas in Richtung „Kult“ auf dem Buch vermerkt ist, aber da mich das Cover ziemlich angesprochen hat, habe ich dem Buch eine Chance gegeben. Und ich habe es definitiv nicht bereut. Wow, was für ein packender Thriller!

Der Protagonist Hank war mir gleich sympathisch. Er ist irgendwie ein total cooler Loser-Held, der in jedes Fettnäpfchen tritt und das Unglück nur so anzieht. Eigentlich nicht so sonderlich originell die Idee, aber in „Der Prügelknabe“ super umgesetzt und genau mein Fall. Toll fand ich auch Hanks Entwicklung im Laufe der Geschichte.

Charlie Huston ist es mit seinem Auftakt zur Hank Thompson Trilogie gelungen, mich mit seinem Schreibstil mit nach New York zu nehmen und mich ab den ersten Seiten an das Buch zu fesseln. Dieses Buch ist actionreich, spannend und skuril, gewürzt mit einer ordentlichen Prise Humor und Sarkasmus.

„Der Prügelknabe“ ist sicherlich nichts für Jedermann, aber mich hat es unglaublich gut unterhalten und ich bin gespannt auf den zweiten Teil.

Das Wörterbuch der Liebenden von David Levithan

Titel: Das Wörterbuch der Liebenden
Originaltitel: The Lover’s Dictionary
Autor: David Levithan
Seiten: 224
Einband: Taschenbuch
Verlag: List
Erschienen: Februar 2012
ISBN: 978-3548610849
Preis: 8,99€

Klappentext:

Von A wie atemberaubend bis Z wie Zenit – was liegt näher, als die Liebe enzyklopädisch zu erzählen? Diese poetische Manhattan-Love-Story in ungewöhnlicher, verspielter Form ist ein Herzensbuch für jeden, der verliebt ist oder sich verlieben möchte.

Meine Meinung:

Eine Liebesgeschichte in Form eines Wörterbuches, das klang selbst für mich interessant, obwohl ich nicht die große Liebesgeschichten-Leserin bin.

Von A bis Z beschreibt David Levithan hier, mit viel Witz, aber auch unglaublich gefühlvoll, alles über das Kennenlernen, sich verlieben bis hin zu der Problematik, wenn etwas mal nicht so gut läuft. Obwohl dieses Buch kein klassischer Roman ist und Namen hier absolut keine Rolle spielen, war ich sehr schnell drin in der Geschichte. Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen und habe es in einem Rutsch durchgelesen, allerdings gab es zu einigen Wörtern auch nicht immer besonders viel zu lesen.

Trotz des recht kurzen Lesevergnügens bietet Das Wörterbuch der Liebenden genug Stoff zum darüber nachdenken… Ich bin begeistert.

Lichtblaue Sommernächte von Emily Bold

Lichtblaue Sommernächte

Titel: Lichtblaue Sommernächte
Autor: Emily Bold
Seiten: 384
Einband: Taschenbuch
Verlag: Ullstein
Erschienen: August 2015
ISBN: 978-3548287065
Preis: 9,99€

Klappentext:

Lauren war sich so sicher, glücklich zu sein. Zusammen mit ihrem Mann Tim und den beiden Kindern wohnt sie in einem süßen, kleinen Haus in Vermont und will sogar ihr Studium wieder aufnehmen. Bis der Schicksalsschlag kommt: Diagnose Hirntumor. Lauren will kämpfen, will nicht aufgeben, will bleiben. Aber die Krankheit ist stärker. Laurens Zustand verschlechtert sich. Kann es nicht auch eine Lösung sein, wenn sie selbst entscheidet, wann sie das Leben loslassen wird?

Meine Meinung:

Als ich das Cover dieses Buches zum ersten Mal sah, dachte ich an eine seichte Liebesgeschichte, die ich mal eben so nebenbei weglesen kann, deshalb habe ich auch gar nicht so besonders viel von dieser Geschichte erwartet. Ich wurde jedoch schon nach ein paar Seiten eines Besseren belehrt und positiv überrascht von Emily Bold. Außerdem lädt das Cover durch die hervorgehobenen Blüten zum Streicheln ein. 😉

Der Schreibstil der Autorin gefiel mir sehr gut. Sehr flüssig, fesselnd und emotional. Die Charaktere sind so toll beschrieben, dass sie mir beinahe real vorkamen und vor allem Lauren ist mir im Laufe der Geschichte schon sehr ans Herz gewachsen.

Überhaupt ist dieses Buch unglaublich emotional, es ist ja auch ein ernstes Thema. Dennoch schafft es Emily Bold dem Ganzen eine gewisse Leichtigkeit zu geben. Die Geschichte wechselt kapitelweise zwischen Vergangenheit und Gegenwart und verknüpft diese ganz wunderbar miteinander.

In diesem Buch werden wirklich sämtliche Emotionen angesprochen… es geht um Verzweiflung, Wut, Trauer, aber auch um Hoffnung und die große Liebe. Und all diese Gefühle konnte ich mit Lauren und ihrer Famile/ihren Freunden durchleben, so sehr hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen.Die Emotionen und Handlungen der Charaktere wirkten auf mich außerdem sehr authentisch und nachvollziehbar.

Die Autorin hat mich hier eine Menge Tränen vergießen lassen, mich aber auch immer wieder zum Schmunzeln und vor allem auch zum Nachdenken über das eigene Leben gebracht. Eine ganz klare Leseempfehlung von mir!

Fangirl von Rainbow Rowell

Fangirl

Titel: Fangirl
Autor: Rainbow Rowell
Seiten: 480
Verlag: Macmillan Children’s Books
Erschienen: Januar 2014
ISBN: 978-1447263227
Preis: 8,76€

Klappentext:

Cath and Wren are identical twins, and until recently they did absolutely everything together. Now they’re off to university and Wren’s decided she doesn’t want to be one half of a pair any more – she wants to dance, meet boys, go to parties and let loose. It’s not so easy for Cath. She’s horribly shy and has always buried herself in the fan fiction she writes, where she always knows exactly what to say and can write a romance far more intense than anything she’s experienced in real life.

Without Wren Cath is completely on her own and totally outside her comfort zone. She’s got a surly room-mate with a charming, always-around boyfriend, a fiction-writing professor who thinks fan fiction is the end of the civilized world, a handsome classmate who only wants to talk about words . . . And she can’t stop worrying about her dad, who’s loving and fragile and has never really been alone.

Now Cath has to decide whether she’s ready to open her heart to new people and new experiences, and she’s realizing that there’s more to learn about love than she ever thought possible . . .

Meine Meinung:

Ich muss gestehen, dass ich bereits bevor ich auch nur ein Wort dieses Buches gelesen hatte, sehr hohe Erwartungen hatte, da ich bisher durchweg positive Meinungen zu Fangirl gehört habe. So ganz erfüllen konnte Rainbow Rowell diese allerdings nicht. Ich mochte das Buch, gar keine Frage, aber diesen riesigen Hype darum, verstehe ich dann doch nicht.

Der Schreibstil der Autorin ist definitiv toll zu lesen. Sehr flüssig und angenehm, so dass ich schnell in die Geschichte hereinfand. Vor allem einige Dialoge sind wirklich lustig. Auch die Handlung, die sich Rainbow Rowell hier hat einfallen lassen, mag ich sehr gerne, auch wenn ich mich selbst nicht so sehr für Fanfictions begeistern kann.

Die Protagonistin Cath war mir sofort sympathisch und obwohl ich sie stellenweise doch etwas zu naiv empfand, konnte ich ihre Gefühle und Handlungen fast immer gut nachvollziehen.

Cath’s Zwillingsschwester Wren dagegen mochte ich schon von Anfang an nicht und bin auch im Laufe der Geschichte nicht mit ihr warm geworden.

Mein absolutes Highlight der Charaktere war auf jeden Fall Levi, der für mich viel Witz der Geschichte ausmacht und auch Cath’s Mitbewohnerin Reagan mochte ich sehr gern. Sie ist irgendwie einfach ’ne coole Socke.

Cath’s Fanfiction fand ich anfangs auch ganz nett zu lesen, irgendwann jedoch fing sie an mich etwas zu langweilen und so habe ich die Fanfiction-Passagen dann nur noch überflogen und ich denke auch im Nachhinein nicht, dass ich da besonders viel verpasst habe.

Alles in Allem ist Fangirl jedoch ein unterhaltsames Buch mit richtig toll ausgearbeiteten Charakteren.

Peter Pan von J.M. Barrie

Peter Pan

Titel: Peter Pan
Autor: J.M. Barrie
Seiten: 213
Verlag: Insel Verlag
Erschienen: Juni 2015
ISBN: 978-3458360834
Preis: 8,99€

Klappentext:

Peter Pan, die Geschichte vom Jungen, der nicht erwachsen werden wollte – ursprünglich für Erwachsene geschrieben – ist heute einer der großen Klassiker der Kinderbuchliteratur. Generationen von Lesern haben begeistert die Abenteuer des fliegenden Jungen verfolgt, der Wendy und ihre Brüder mit nach Nimmerland nimmt, wo sie gemeinsam gegen den bösen Kapitän Hook kämpfen.

Meine Meinung:

Wer kenn nicht die Geschichte von dem Jungen Peter Pan, der nicht erwachsen werden wollte? Als Kind habe ich, wie sicher viele von euch auch, die Disney-Verfilmung gesehen… und im Laufe der Jahre auch einige der anderen Verfilmungen. Das Buch habe ich bis zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht gelesen, dann bin ich über dieses schöne Exemplar vom Insel Verlag gestolpert und fand es an der Zeit dies endlich mal nachzuholen.

Erzählt wird uns die Geschichte von einem allwissenden Erzähler, der uns immer wieder direkt anzusprechen scheint. Das hat mir richtig gut gefallen. Ebenso gut gefallen hat mir die Sprache. Diese ist sehr fantasiereich, amüsant und auch tiefsinnig.

Im Buch wird Peter Pan als „der eingebildetste Junge von allen“ beschrieben und dem kann ich nur zustimmen. Einerseits ist er ein recht unsympathischer Charakter, der vor Arroganz nur so strotzt und für den alles was er tut nur ein Spiel ist. Andererseits aber auch unglaublich interessant.

Auch wenn die Handlung zwischendrin schon mal recht brutal ist, ist die Erzählweise doch sehr kindgerecht gestaltet. So werden diese Szenen nicht direkt beschrieben, sondern nur angedeutet.

Was mir an dieser Übersetzung gar nicht gefiel, ist die Tatsache, dass Tinker Bell oder Glöckchen hier Gypsy Bell genannt wird. Damit konnte ich mich beim Lesen so gar nicht anfreunden.

Nichtsdestotrotz hat mir diese kurzweilige Reise ins Niemandsland sehr viel Spaß und ein ein paar schöne Lesestunden bereitet.

 

Saeculum von Ursula Poznanski

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Titel: Saeculum
Autor: Ursula Poznanski
Seiten: 496
Verlag: Loewe
Erschienen: Juni 2013
Preis: 9,95€

Klappentext:

Fünf Tage im tiefsten Wald, die nächste Ortschaft kilometerweit entfernt, leben wie im Mittelalter – ohne Strom, ohne Handy -, normalerweise wäre das nichts für Bastian. Dass er dennoch mitmacht bei dieser Reise in die Vergangenheit, liegt einzig und allein an Sandra. Als kurz vor der Abfahrt das Geheimnis um den Spielort gelüftet wird, fällt ein erster Schatten auf das Unternehmen: Das abgelegene Waldstück, in dem das Abenteuer stattfindet, soll verflucht sein.Was zunächst niemand ernst nimmt, scheint sich jedoch zu bewahrheiten, denn aus dem harmlosen Live-Rollenspiel wird plötzlich ein tödlicher Wettlauf gegen die Zeit. Liegt tatsächlich ein Fluch auf dem Wald?

Meine Meinung:

Saeculum ist das dritte Buch, das ich von Ursula Poznanski gelesen habe und da mir ihre Bücher Erebos und Fünf wirklich gut gefielen, ging ich mit recht hohen Erwartungen an dieses Buch heran, diese wurden nicht enttäuscht und die Autorin konnte mich einmal mehr von sich und ihrer Geschichte überzeugen. Vor allem das Thema Rollenspiel und Mittelalter fand ich schon im Vorhinein sehr interessant, da ich selbst recht häufig auf Mittelaltermärkten anzutreffen bin.

Auch in Saeculum erzählt Ursula Poznanski die Geschichte wieder in ihrer bekannten, fesselnden Art und ich konnte recht schnell voll und ganz in die Geschichte eintauchen und teilweise richtig mitfiebern, denn was harmlos beginnt, entwickelt sich rasch zu einem Horrortrip für die Rollenspieler. Den Anfang fand ich zwar etwas langatmig, aber sobald die Gruppe im Wald angekommen ist, steigt die Spannung.

Die Autorin schafft es, diese Spannung für mich das ganze Buch über zu erhalten und die Geschichte zügig voranzutreiben, ohne dass ich mich als Leser gehetzt fühlte. Insgesamt hatte das Buch eine recht beklemmende Atmosphäre, was mir richtig gut gefiel.

Besonders gut fand ich die Entwicklung der einzelnen Charaktere sowie die Gruppendynamik. Die Personen werden schon im ersten Kapitel so gut vorgestellt, dass ich mir eine Meinung über sie bilden konnte bzw. Sympathie, aber auch Antipathie, entwickeln konnte.

Bastian macht für mich die größte Entwicklung durch. Anfangs fand ich ihn ziemlich unscheinbar, ja sogar schon etwas langweilig. Im weiteren Verlauf der Geschichte nimmt er jedoch viele Dinge in die Hand und entwickelt etwas mehr Charakter, was ihn dann doch noch recht interessant macht.

Zum Ende hin fand ich jedoch einige Handlungen der verschiedenen Charaktere nicht ganz so realistisch bzw. konnte ich die Verhaltensweisen nicht immer ganz nachvollziehen.
Nichtsdestotrotz ist Saeculum durchweg lesenswert und spannend.

[TAG] to be read and unread

Ich habe frei, es regnet und ich habe mal wieder Lust auf einen Tag… also habe ich mich einwenig umgesehen und bin bei CocuriRuby fündig geworden. Schaut mal bei ihr vorbei, ihre Videos lohnen sich auf jeden Fall anzuschauen. 🙂

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1. Wie viele ungelesene und wie viele gelesene Bücher hast du?

Beides weiß ich nicht wirklich! Ungelesene Bücher habe ich vielleicht so um die 50-60. Die gelesenen Bücher übersteigen diese Zahl um Längen und dominieren meine Bücherregale definitiv, auch wenn ich gar nicht mehr alle meine gelsenen Bücher besitze.

2. Welches Buch in deinem Regal ist am längsten ungelesen?

Ganz klar, Die Säulen der Erde von Ken Follett. Ich habe es schon ein paar Mal angefangen, bin aber nie wirklich weit gekommen. Weggeben mag ich es aber auch nicht, weil ich doch noch Hoffnung habe, es irgendwann mal zu lesen.

 

3. Das Nr. 1 Buch deiner zu lesenden Bücher?

Als nächstes möchte ich auf jeden Fall Peter Pan von J.M Barrie lesen. Dieses Buch ist auch als letztes bei mir eingezogen. Verfilmt wurde dieses Buch ja schon das ein oder andere mal und ich bin mit der Disney-Version aufgewachsen, aber jetzt bin ich gespannt aufs Original.

 

4. Ein Buch das du gern lesen möchtest, aber nicht besitzt?

Oh, da kann ich mich nicht auf nur ein Buch festlegen. Das sind eine ganze Menge, meine komplette Wunschliste eigentlich.

5. Ein ungelesenes Buch, bei dem du dich nicht erinnern kannst, wann du es gekauft hast?

So ein Buch existiert momentan nicht auf meinem SuB. Diesen habe ich nämlich vor einiger Zeit etwas ausgemistet. Unter diesen aussortierten Büchern waren aber schon ein paar dabei, bei denen ich mich gefragt habe, wann und vor allem warum ich dieses Buch eigentlich gekauft habe.

6. Ein ungelesenes Buch von dem du nicht weißt, ob du es lesen oder weggeben möchtest?

Bei Enders von Lissa Price bin ich mir noch sehr unsicher, ob ich dieses Buch wirklich lesen möchte.

Vom ersten Teil Starters war ich nämlich etwas enttäuscht. Die Grundidee der Geschichte fand ich zwar richtig gut, die Umsetzung gefiel mir jedoch nicht so gut.

7. Ein ungelesenes Buch bei dem du Schuldgefühle hast, es noch immer nicht gelesen zu haben?

Das dürfte wohl Elantris von Brandon Sanderson sein. Ich wollte es unbedingt haben und dann ist es doch erstmal auf dem SuB gelandet. Es sind aber auch wirklich viele Seiten, wirklich kleine Schrift und ich habe momentan wirklich wenig Zeit zum lesen… ich habe aber vor, es ganz bald zu lesen und meine Schuldgefühle zu besänftigen.

8. Eine Buch-Reihe von der du viel gehört hast, die du aber nicht lesen möchtest?

Zum Schluss noch eine ganz einfache Frage… Ich möchte auf gar keinen Fall Selection von Kiera Cass lesen. Diese Reihe wurde mir zwar schon öfter empfohlen, aber die Thematik spricht mich einfach null an.