„Alles ok!“ ist meine Lieblingslüge…

Ich neige dazu, zu lügen! Nicht generell, denn eigentlich halte ich eine ganze Menge von Ehrlichkeit, aber als Antwort auf ganz bestimmte Fragen… Fragen, die mein Befinden betreffen. Dann lautet meine Lieblingslüge: „Alles ok“, Alles gut“ oder bei besonders viel Risikobereitschaft meinerseits sogar „Alles bestens!“

Nun ist es allerdings für mich an der Zeit in die Öffentlichkeit zu treten und zuzugeben, dass eben nicht immer alles ok ist, sondern oft einfach nur total beschi…*piep* und ich seit etwas mehr als vier Jahren an Depressionen leide.

Dieser Umstand ist tatsächlich eins meiner bestgehütesten Geheimnisse und bis auf ein paar enge Vertraute weiß niemand davon. Für Bekannte, Arbeitskollegen und sogar meine Familie trage ich immer schön die Maske von der meist lächelnden Mella… ABER viele Stunden des Tages eine Maske zu tragen und ein Schauspiel aufrecht zu erhalten, macht mein Leben noch anstrengender als es duch die Depression sowieso schon ist. Oft hangel ich mich auf der Arbeit von Stunde zu Stunde bis zum Feierabend, um endlich wieder Ich sein zu können.

Ich denke, ich bin jetzt endlich an einem Punkt angekommen, an dem ich mein Ich auch mit depressiven Phasen akzeptieren kann und mir erhoffe, dass auch andere das tun.

Zu diesem Thema noch ein richtig toller Text von Louise Kenn:

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