Die Geschichte der Einsamkeit von John Boyne

Titel: Die Geschichte der Einsamkeit
Autor: John Boyne
Verlag: Piper
Seiten: 416
Erschienen im Oktober 2015
Preis: 16,99€

Klappentext:
Odran Yates kommt 1972 an das renommierte Dubliner »Clonliffe Seminary«, um Priester zu werden. Voller Hingabe widmet er sich seinen Studien. Er kann es kaum erwarten, endlich Gutes zu tun. Vierzig Jahre später ist sein Vertrauen in die katholische Kirche jedoch zutiefst erschüttert. Waren Priester jahrzehntelang unanfechtbare Respektspersonen und wurden von der irischen Bevölkerung verehrt, schlägt ihnen jetzt nur noch Verachtung entgegen. Odran muss dabei zusehen, wie alte Freunde zu recht vor Gericht stehen, wie einstige Würdenträger verurteilt werden und ins Gefängnis kommen. Odran ist erschüttert und zieht sich zurück – aus Angst vor den missbilligenden Blicken seiner Umwelt. Erst als bei einem Familientreffen alte Wunden aufgerissen werden, sieht er sich gezwungen, sich den Ereignissen zu stellen und seine Komplizenschaft zu erkennen.

Meine Meinung:
Erzählt wird die Geschichte aus Sicht des katholischen Priesters Odran Yates. Die Handlung springt kapitelweise in der Zeit hin und her, wird also nicht chronologisch erzählt, was ich anfangs etwas schwierig zu lesen fand und einiges an Konzentration erforderte. Nach einigen Kapiteln habe ich mich dann aber ganz gut eingefunden.

Der Schreibstil ist typisch John Boyne. Sehr bildhaft und atmosphärisch. Er bringt eine sehr deprimierende und teils auch erschütternde Grundstimmung in diesem Buch rüber. Außerdem ist dieser Raum sehr viel mehr in der Realität beheimatet als die Bücher, die ich bisher von diesem Autor gelesen habe.

Der Charakter des Protagonisten Odran Yates ist wirklich gut portraitiert und ich hatte das Gefühl, er könnte durchaus auch für einige seiner realen Kollegen stehen. Er ist glaubhaft und seine Handlungen nachvollziehbar.

Das Thema dieses Buches ist brisant, sicherlich schwer verdaulich und regt definitiv zum Nachdenken an. Der Roman hat einige Längen, zieht sich an einigen Stellen sehr, dennoch empfand ich dieses Buch als sehr lesenwert und kann es definitiv weiterempfehlen.

 

 

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